26.7.06

METROPOLIS ein Plagiat? (Teil 2)

Die in der Öffentlichkeit nahezu völlig unbekannte Schriftstellerin Wanda Döbbecke gegen Thea von Harbou, Fritz Lang und die Filmgesellschaft Ufa. Ihr Vorwurf: METROPOLIS ein Plagiat! Dr. Carl Hänsel, der die Drehbuchautorin des Films, Thea von Harbou, juristisch vertrat, stellte in einer Presseerklärung, unter anderem abgedruckt in der Filmzeitschrift ‚Kinematograph’, Nr. 7, 09.01.1929, klar: Kein Strafgericht hat ein Verfahren eröffnet, von keiner Staatsanwaltschaft wird eine Anklage vertreten. Es liege lediglich eine Privatklage vom August 1928 vor, woraufhin das Berliner Amtsgericht einen Sühnetermin anberaumt habe. Dieser Sühnetermin hätte am 7. Januar 1929 stattfinden sollen, sei aber wegen Erkrankung des Prozessbevollmächtigten der Privatklägerin erst einmal abgesetzt worden. Frau von Harbou bedaure dies, da ihr daran liege, möglichst bald in aller Öffentlichkeit zu dieser Angelegenheit Stellung zu nehmen.
Dr. Carl Hänsel äußerte auch noch einmal sein Unverständnis darüber, dass der Vorwurf eines Plagiats erst circa eineinhalb Jahre nach der Premiere des Films erhoben werde, obwohl aktenkundig sei, dass die klagende Dame den Film schon bei der Premiere gekannt habe.
Es sollte bis zum 22. Februar 1929 dauern, bis endlich vor dem Amtsgericht Berlin-Mitte im Plagiat-Prozess ein Sühnetermin stattfinden konnte. (…wird fortgesetzt)

Keine Kommentare: