5.4.07

Vergessene Drehbucharbeiten (1944): DAS LEBEN GEHT WEITER

Unter dem Titel ‚Unbeugsam. Einig. Bereit’ und mit der Unterzeile ‚Das Leben geht weiter’ erschien am 16. April 1944 in der Wochenzeitung ‚Das Reich’ ein Leitartikel von Reichspropagandaminister Joseph Goebbels. Artikel und Unterzeile wurden - auf Anweisung von Goebbels selbst - Vorgabe für ein Filmprojekt, das in die Annalen der deutschen Filmgeschichte als letzter Propagandafilm des ‚Dritten Reichs’ eingegangen ist.

Zum ersten Mal sollte in diesem Durchhalteepos der tägliche Horror in den zerbombten deutschen Städten gezeigt werden - aber auch wie sich das deutsche Volk ‚ungebrochen’ wieder aus den Ruinen erhebt. Die Dreharbeiten von DAS LEBEN GEHT WEITER (Ufa-Produktionsnummer 205) begannen im November 1944 und sollten bis in den März 1945 hinein dauern.
Der Streifen wurde aber nie fertig gestellt und das bereits gedrehte Film-Material gilt heute weitgehend als verschollen. Im Bundesarchiv-Filmarchiv werden zwei Rollen mit Material des Films aufbewahrt. Auf der einen (nur Ton) sind mehrere Takes einer Dialogszene zu hören, auf der anderen befinden sich mehrere Takes von Rückpro-Einstellungen. Sie zeigen einen Bombenangriff über dem nächtlichen Berlin. Letztere sind in der Dauerausstellung des Filmmuseums Potsdam auf einem Monitor zu sehen (diese Hinweise auf das noch vorhandene Material verdanken wir Guido Altendorf vom Filmmuseum Potsdam).

Weitere Informationen über dieses Propagandaprojekt und den Anteil von Thea von Harbou daran finden Sie hier.

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